Gartenträume…

Unser Besuch in den Herrenausergärten in Hannover…

 Wilhelm-Busch-Museum zeigt Gartenträume

  

Wilhelm Buschmuseum

  Georgenpalais -Herrenhausergärten 2

  Wilhelm Busch Museum Garten-Träume

 

GARTENTRÄUME…

Seitdem die Verstädterung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Natur immer nachhaltiger aus unserem Leben verdrängt hat,
ziehen jährlich Blumen- und Gartenausstellungen Millionen Menschen in ihren Bann. Diese grandiosen Naturinszenierungen
befriedigen bis heute unsere Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies – und es ist vor allem die dort gezeigte Blumenpracht, die die Gartenträume immer wieder neu entfacht. Diese Gartenlust hat in der Plakatkunst ihren wohl faszinierendsten visuellen Ausdruck gefunden. Von Litfaßsäulen und Plakatwänden haben die Plakate die Menschen auf der Straße und in den Städten angelockt und verführt.

Das Wilhelm-Busch-Museum Hannover zeigt in seiner Ausstellung „Gartenträume – Plakatkunst von Mucha bis Staeck“ vom 2. August bis 11. Oktober 2009 eine Auswahl der bedeutendsten Plakate aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die 150 zumeist großformatigen Werke sind Leihgaben aus der Sammlung Peter Drecker,Bottrop Kirchhellen, deren Schwerpunkt Plakate der Blumen- und Gartenausstellungen des 19. und 20. Jahrhunderts sind.
Ergänzt werden sie durch Leihgaben aus dem Deutschen Plakat Museum Essen.

Bedienten sich die Plakatgestalter im 19. Jahrhundert noch weitgehend der Bildsprache der Malerei, so verwandelten sie in der Zeit des  Jugendstils das Plakat in ein spektakulär organisches Ornament, dessen Dynamik vom Rhythmus der Natur beherrscht war. In der Zeit des Art Déco und der Neuen Sachlichkeit fand das Plakat dann zu seinen eigenen Ausdrucksmitteln: große, farbige Flächen, einprägsame Linien und lapidare Schriften verschmelzen seitdem in den Meisterwerken der Plakatkunst zu spannungsgeladenen Bildorganismen von großer suggestiver Kraft.

Die Ausstellung „Gartenträume“ ist aber nicht nur kunsthistorisch, sondern auch kulturgeschichtlich interessant. Wird doch in den Plakaten sichtbar, welch tiefgreifende Veränderungen sich im letzten Jahrhundert in unserer Wahrnehmung der Natur vollzogen haben.
Von der exotischen Blumenschau, der Gartenlaube und dem Hausgarten bis zur Parkstadtbewegung, der Begrünung der Städte und der Renaturierung  der Landschaft erleben wir in der Ausstellung die Plakatgeschichte als eine Geschichte unserer Gartenträume.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Gartenregion Hannover 2009“ und wird von der Region Hannover finanziell gefördert.

Das Wilhelm-Busch-Museum Hannover / Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik wird institutionell gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

Mucha 3

Wir haben in Prag auf unserer Radtour das Mucha-Museum besucht und waren begeistert von diesem Künstler…

 

Mucha Plakatkunst

 

Visionen aus Blumen und Ornamenten

 
Das Jahrzehnt zwischen 1895 und 1905 war die Zeit des „Le style Mucha“. Namensgeber war der wohl größte und international anerkannteste Künstler Tschechiens, Alfons Mucha. Sein Ruf ging um die Welt. Seine Plakate, Buch- und Zeitschriftenillustrationen,Wandschirme, Panneaux décoratifs, farbige Glasfenster, Buchdesignentwürfe, Schmuckgegenstände, Innenausstattungen, Theaterkulissen, Kostüme, Plastiken und Architekturentwürfe fanden breite öffentliche Beachtung und wurden vielfach kopiert. Als Meilensteine in der Geschichteder modernen Grafik werden Muchas Plakate angesehen. Der zu den bedeutendsten Vertretern des Jugendstils zählende Mucha wurde 1860 in einem mährischen Dorf bei Brünn geboren.
Als 22jähriger arbeitete er in Wien als Kulissenmaler und kam so mit der Theaterwelt in Berührung.
Das Sinnliche des Theaters stand bei ihm in Konkurrenzmit der katholischen Kirche, der er als Chormitglied aktiv verbunden war.
Während seines Studium an der Münchener Kunstakademieversuchte er sich über den damals herrschenden Historienkult mit seiner eigenen Geschichtsauffassung hinwegzusetzen. 1887 zog er nach Paris, das schon damals als Zentrum internationalen künstlerischen Schaffens galt und nahm Studien an der Académie Julian auf.
Anfangs musste er sich als schlecht bezahlter Illustrator durchschlagen. Über Bekanntschaften in der Kulturszene kam er mit der Ideenwelt des Symbolismus in Berührung.

Das legendäre Schlüsselerlebnis fand um die Jahreswende 1894/95 statt, als Mucha erste Plakate für Sarah Bernhardt,der gefeierten Diva der Pariser Theaterwelt, zeichnete. Seine „Gismonda“ wurde ein grandioser Publikumserfolg, der seiner Phantasie

Gismonda Frauen & Blumen v A.Mucha

sowie Reputation mächtigen Auftrieb verlieh. Hier ist am besten ablesbar, was Muchas dekorative Arbeiten auszeichnen. Die fein gezeichneten „Kompositionswunder“ sind meist überzogen mit floralen Bildmotiven sowie voller komplexer,sich wiederholender hypnotischer Bestandteile esoterischer und symbolischer Elemente.
Dafür griff Mucha auf byzantinische, keltische, japanische, gotische, jüdische Tradition zurück und setzte Elemente der tschechischen Volkskunst sowie des Rokoko ein. Mosaikhintergründe, prächtige, extravagante Gewänder und Schmuck, Arabesken mit stark stilisierten Umrissen, in die er naturalistische Details einflocht, exotische Pflanzen und Tiere bevölkern seine Kunst.

Diese Arbeiten waren und sind noch heute meist von bezwingender  Faszination, oftmals verblüffend, manchmal sehr verwirrend und ungemein überwältigend. Mucha gelangte so zu seinem eigenen Stil, bei dem die üppigen Frauengestalten meist halbmondartig von ornamentalen Glorienscheinen umgeben sind. Die Frauen sollten die Weltseele verkörpern, die zwischen ideellen Werten und sinnlichen Realitäten schwankt.

Nach der Idee des Gesamtkunstwerks umfassten Muchas Visionen alle  Bereiche des Bildkünstlerischen. In zwei Publikationen für Kunsthandwerker legte er nach   der  Jahrhundertwende seine breit gefächerten Erfahrungen in der Jugendstilgestaltung auf allen kunstgewerblichen Gebieten inklusive der Architektur dar. Überall dominiert dabei die geschwungene, dekorative Linienführung. Aber Mucha verstand seine Arbeiten niemals als Dekoration, sondern wollte mittels derer die Dramatik seiner Visionen artikulieren. Seine Kunst entsprach voll seinem Bedürfnis nach Selbstausdruck.  insbesondere seine Zeichnungen und Pastellarbeiten unterstreichen dies sowie das Bemühen, nie Kompromisse mit der Berufsehre einzugehen.

Im Mittelpunkt von Muchas späteren tschechischen Plakaten in den 1920er Jahren stand das Konzept einer symbolischen, idealen Lebenswelt, die der neu gebildeten Tschechischen Nation als geistige Leitlinie dienen sollte. So schnell, wie der Ruhm gekommen war, verschwand er auch wieder. Sein Ruf ging bis in die Neue Welt. Über Amerika kehrte er dann auch auf dem Höhepunkt seiner Popularität 1910 in seine böhmische Heimat zurück, wo er in den nächsten 29 Jahren lebte und wirkte. Mit seinem „Slawischen Epos“, einem Zyklus von 20 Monumentalbildern sowie vielen weiteren Arbeiten entstanden zwar bedeutenden Werke, die aber im Westen praktisch unbekannt blieben. Mucha und sein Schaffen gerieten in Vergessenheit.

Zudem war seine Rückkehr nach Prag 1910 von Misstrauen begleitet. Mucha galt als Außenseiter, der fremde Werte und Ansichten in das Land brachte.
Im Alter von 79 Jahren starb er, erschöpft von den Verhören durch die Nationalsozialisten nach der Angliederung Böhmens im Jahr 1939.
Erst 1998 wurde ein eigens seinem Werk gewidmetes Museum in Prag eingeweiht. Über 200 Arbeiten daraus, neben Plakaten auch Arbeiten auf Papier,Skulpturen, Architekturentwürfe, Gemälde, Schmuck oder Fotografien.

 Plakatkunst Mucha

Dieses Plakat wird mich immer an Prag und den Jugenstil erinnern.

 

 

Wir schlenderten bei herrlichem Sommerwetter durch die Herrenhäusergärten und landeten …im Sprengelmuseum

 

 

Besuch im Sprengelmuseum

  

Herzlich Willkommen im Sprengel Museum Hannover

Heute wurden wir mit Musik begrüßt.  Der Grund war das Maschseefest…

 

Musiker am Sprengelmuseum
Das Sprengel Museum Hannover zählt mit seiner umfangreichen Sammlung und dem vielfältigen Ausstellungsprogramm zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. Jahrhunderts und 21. Jahrhunderts.

Marc, Macke und Delaunay. Die Schönheit einer zerbrechenden Welt (1910 – 1914)

Franz Marc, August Macke und Robert Delaunay: In einer einzigartigen Zusammenstellung hochkarätiger Gemälde und Arbeiten auf Papier zeigt die Ausstellung das spannungsvolle Zusammenspiel der drei Künstler aus  Deutschland und Frankreich.

Die Ausstellung fokussiert eine kurze, aber intensive Lebensphase dreier Künstler im Vorfeld des Ersten Weltkrieges und zeichnet die verschiedenen Etappen der gegenseitigen künstlerischen Beeinflussung nach. In den vier gemeinsamen Jahren schufen Franz Marc (1880-1916) und August Macke (1887-1914), die im Ersten Weltkrieg ihr Leben ließen, ihre  expressionistischen Hauptwerke. Robert Delaunay (1885-1941)  kizzierte in dieser Zeit die Grundlinien seines weiteren Schaffens.

Robert Delaunay war uns noch nicht so bekannt und deshalb gingen wir in die Ausstellung.

  

Ausstellung Sprengelmuseum

 

Eine interessante Ausstellung und auch ein interessanter Tag neigt sich dem Ende zu. Wir nehmen Abschied vom Sprengelmuseum, in dem wir auch vor einiger Zeit Niki de St. Phalle  kennenlernten…von der ich noch berichten werde.

Bis bald Niki… 

 Niki u. Horst k 

                               Niki-Grotte in den Herrenhauser Gärten

Niki de St. Phalle Grotte Herrenhauser Gärten

Ein absolutes Muss für Niki-Fans ist die Grotte in den Herrenhäuser Gärten. Seit dem Herbst 2002 entführt eine faszinierende Zauberwelt aus Spiegel- und Glasmosaiken sowie bunten Polyester-Figuren die Besucher. Die beiden äußeren Räume, ausgestattet gelb und blauem Glas,symbolisieren die Gegensätze Tag und Nacht, Leben und Kosmos. Niki de Saint Phalle verstarb ein Jahr vor der Fertigstellung der beeindruckenden Grotte im Großen Garten. Die Grotte in Herrenhausen ist somit das letzte große Projekt der Künstlerin.

Niki de Saint Phalle – Hannover ist die Niki-Stadt!

Sie ist die Schöpferin der weltberühmten Nanas und Hannovers erste und bisher einzige Ehrenbürgerin: Niki de Saint Phalle, verstorben am 21. Mai 2002 in San Diego. Mit Hannover verband sie eine über 30-jährige Freundschaft – in der Stadt begegnen dem Besucher Werke und Name dieser großen Künstlerin auf Schritt und Tritt.

Eine ihrer ersten großen Ausstellungen hatte Niki de Saint Phalle im Sprengel Museum Hannover. Ihr Leben durch die swingenden 1960er
dokumentiert das Museum mit 120 Arbeiten aus der Schenkung Niki de Saint Phalle. Am Ufer der Leine finden Sie drei voluminöse Nanas aus Polyester
 – die Installation hatte 1974 Proteststürme bei einigen HannoveranerInnen ausgelöst, es brachte aber auch eine lebhafte Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum in Gang. Mittlerweile gelten die Nanas als Wahrzeichen der Stadt und werden von den meisten Hannoveranern geliebt.

 Meine Inspiration…

durch den Besuch in der Niki-Grotte und den vielen Eindrücken in der Niki-Stadt Hannover enstanden meine Gipsbilder (Relief)

 

               Nana                              Roter Mund                   Bunter Damenkopf

Gipsgalerie U.B.

 

Wer sich für Niki intensiver interessiert, hier eine Taschenbuch-Empfehlung.

Taschenbuch

Ich hoffe, diese Seite wird  Kunstfreunde  erfreuen und hoffe auf Euren Kommentar.

   Blaue Dame m. Schleife kk

 

 

 

 

 

 Bis bald …herzliche Grüße von Creava

 

  

 

 meine  Homepage

 http://www.ursula-baesse.de/

Ulli Homepage

 

 

 

 

 

unter diesen Link könnt Ihr Künstler- Porträts anforden . 

http://www.ursula-baesse.de/kuenstlerundpromis.htm

http://www.ursula-baesse.de/kunst.htm 

( falls Ihr noch Fragen habt,  auf den Briefkasten klicken)

 

 

 

Das Foto der Nana v. Niki de St. Phalle hat Christina in Luxemburg geschossen.

Sie ist eine sehr gute FOTOGRAFIN!

 

 

Creative Commons License
Dieser Werk bzw. Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

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4 Gedanken zu “Gartenträume…”

  1. Hallo Ulli,

    obwohl ich in Hannover wohne, regelmäßig in Herrenhausen und auch im Sprengelmuseum bin, danke ich dir für diesen wunderbaren Bericht.

    Ich mache gerade eine kleine Kaffeepause, lese deinen Artikel und mir wird erst jetzt wieder einmal bewusst, in welch interessanter Stadt ich eigentlich lebe.

    Deine Niki-Gipsbilder sind fantastisch! Ich würde gerne von dir erfahren, ob die Blumen und Punkte am Damenkopf gemalt sind oder hast du Glassteine eingelegt?

    Ganz liebe Grüße aus Hannover

    Bärbel

    • Du hast es richtig vermutet! Es sind Glassteine. Angeregt wurde ich zu dieser Arbeit durch den Besuch in Nikis Grotte.

      Laß Dir Deinen Kaffee weiter munden 😉 Du wohnst in einer sehr schönen Stadt !!!

      Liebe Grüße
      Ulli

  2. Christina Preißner sagte:

    Hallo Ihr Kunstgenießer,

    über Euren interessanten Hannover-Bericht habe ich mich richtig gefreut – gut recherchierte Texte und schöne Fotos; und schließlich gehört das Sprengel-Museum neben der Henry-Nannen-Kunsthalle in Emden zu meinen Lieblingsgalerien in der alten Heimat.

    Außerdem ist es schön zu sehen, wie Ihr Euch gemeinsam von Kunst, Fotos, schönen Dingen … inspirieren lasst.

    Niki ist mir zuletzt in Luxemburg begegnet – an einem Wochenende mit Genüssen für den Leib (Dinner bei Lea Linster – mmmhh) und für Geist und Seele (Kunst, Antiquitäten).

    Herzliche Grüße!
    ChP

  3. Ein sehr netter Freund schrieb mir heute…

    Deine wunderschönen Sachen habe ich wohl gesehen, nur ich bin noch nicht dazu gekommen mich bei dir dafür zu
    bedanken. Du bist wirklich eine große Künstlerin geworden in Bezug auf
    Grafik Bearbeitung und alles was damit zusammenhängt.

    Wer freut sich nicht über so ein Kompliment !

    Danke, lieber Freund

    Creava

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