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Heute, bei Sturm-Regen und Wind, fällt mir unser Besuch zum Leuchturm Dicke Berta an der Elbmündung bei Altenbruch wieder ein.

Dicke Berta Header Cpc k

Der Hafen von Altenbruch an der Elbemündung.

Radweg in der Elbmarsch

Dicke Berta 1

Heute wird der Leuchtturm auch als Standesamt für Trauungen genutzt.

Die Geschichte der Berta

Altenbrucher Kirche

Seefahrer haben sich schon immer nahe der Küste an Landmarken und Bauwerken orientiert. So ist schon im Jahre 1532 die Altenbrucher Kirche mit ihren beiden Türmen als Seezeichen auf einer Karte vermerkt. Für den Bereich der Niederelbe waren diese Zeichen besonders wichtig, da diese mit ihren Strömungen, Untiefen und Richtungsänderungen schon immer ein schwieriges Fahrwasser war, so dass noch im Jahre 1826 dringend vor einer nächtlichen Einsegelung in die Elbe gewarnt wurde.

Die fortschreitende Schiffbautechnik als auch zunehmender Welthandel führten dann zu mehr Schiffsverkehr, auch mit immer größer werdenden Schiffen. Es war nur eine Frage der Zeit , dass Forderungen nach sicheren und einheitlich „beschilderten“ Schifffahrtswegen laut wurden. Die Leuchttürme auf Neuwerk und in Cuxhaven sowie einige Baken und Blüsen reichten zur Kennzeichnung nicht mehr aus.

So wurden im Jahre 1897 mit dem Altenbrucher Leuchtturm auch weitere Türme in Neufeld und Osterende-Groden in Betrieb genommen.  

Am 19.11.1897 wurde dann im Cuxhavener Tageblatt die „Bekanntmachung betreffend Inbetriebnahme mehrerer neuer Leuchtfeuer…“ für den 25. November 1897 veröffentlicht.

(Dicke Berta) Altenbruch 1897

Die drei Leuchttürme gehörten zusammen. Die „Schlanke Anna“ in Osterende-Groden war das Oberfeuer und die „Dicke Berta“ in Altenbruch und der Turm in Neufeld waren die Unterfeuer. Das Oberfeuer schien über die beiden Unterfeuer hinweg. Waren die Lichtblitze (jeder Leuchtturm hatte eine besondere Kennung) auf einer Linie, so befand sich das Schiff auf dem richtigen Kurs. Quermarkenfeuer sendeten nur ein Blitz über die Elbe um anzuzeigen, dass man jetzt auf andere Leuchtfeuer achten muss oder sich hier eine Hafeneinfahrt, wie die nach Altenbruch, befindet.

Verlegung 1915 – 1918

Veränderungen in der Fahrrinne führten jedoch dazu, dass der Leuchtturm in Altenbruch bald nicht mehr am richtigen Platz stand. Er wurde deshalb in den Jahren 1915 bis 1918 um einige Meter an einen anderen Standort am Deich verlegt und erhielt sein jetziges Aussehen. Am 2. Mai 1919 wurde der Turm, jetzt im Volksmund liebevoll „Dicke Berta“ genannt, wieder in Betrieb genommen. Die „Dicke Berta“ hat seitdem die geographische Lage von 53 50 15 N und 08 46 21 E. Als 1923 die Fahrwasserbezeichnung erneut verändert wurde, musste allerdings der Leuchtturm seine Position nicht mehr verlassen. Die entsprechende Anpassung erfolgte durch eine Veränderung der Lichtzeichen.

Ab 1968 wurden an der Niederelbe neue Leuchttürme gebaut. Sie waren mit modernster Technik ausgestattet, so dass die „alten Leuchttürme“ mit ihren Leuchtturmwärtern überflüssig waren oder wurden. Die „Dicke Berta“ leuchtete zwar noch als Quermarkenfeuer, aber am 01.03. 1983 erlosch die Lampe für immer. Die aktive Zeit der „Dicken Berta“ war vorbei.
Mit der „Dicken Berta“ war der letzte Leuchtturm im Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Schiffahrtsamtes Cuxhaven außer Dienst gestellt worden, der noch täglich mit einem Wärter besetzt war. Damit war natürlich dieses Leuchtfeuer für die entsprechenden Behörden „überflüssig“ geworden. Die Folge hiervon waren Pläne, den Leuchtturm deshalb abzureißen. Da er aus Stahl bestand, wollte man ihn einfach verschrotten. Diese Pläne konnten jedoch in der Folgezeit nicht verwirklicht werden, da sich vor allem Bürger des Ortes Altenbruch dafür einsetzten, diesen Leuchtturm zu erhalten

 

Unsere Radtour ging nach Otterndorf und zurück.
Otterndorf Zentrum
Auf der Rückfahrt kehrten wir noch in das Schleusen-Restaurant in Altenbruch ein, verladen unsere Fahrräder und bei herrlichem Sonnenwetter beschließen wir diesen wunderschönen Tag an der Elbemündung.
Es grüßt Euch
Creava
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